Es gibt keinen Zweifel daran, dass Freedom Call neben allen anderen offenkundigen Stärken insbesondere auch eine erstklassige Live-Band sind. In ihren Konzerten feuern die süddeutschen Melodic Metaller ein wahres Feuerwerk an Spielfreude, positiver Energie und persönlichem Optimismus ab. Kein Wunder also, dass Sänger/Gitarrist Chris Bay und seine Kollegen dieses vitale Flair lange bereits auch in eine ihrer Studioproduktionen einfließen lassen wollten.
Auf „Land Of The Crimson Dawn“ ist der Nürnberger Gruppe dies eindeutig gelungen, ohne dabei jedoch die bekannte Liebe zum Detail zu vernachlässigen. „In den neuen Songs herrscht einfach mehr Rock´n`Roll-Feeling“, sagt Bay, „alles klingt roher, die Gitarren stehen stärker als früher im Vordergrund, unsere Instrumentalisten hatten diesmal mehr Freiheiten als bislang.“ Die größere Ungezwungenheit zahlt sich für Freedom Call spürbar aus: „Land Of The Crimson Dawn“ ist sicherlich eine der dynamischsten Produktionen der Band seit ihrem 1999er Debüt „Stairway To Fairyland“ und verbindet geschickt den Enthusiasmus der Live-Shows mit sorgsam ausgefeilten Arrangements und spieltechnischen Feinheiten.