High Voltage Tradition! Rockhymnen auf Schottisch, interpretiert mit Pipes & Drums, selbstverständlich dargeboten im Kilt. Der durch Mark und Bein gehende Ton schottischer Dudelsäcke wetteifert mit kreischender E-Gitarre. All das hat etwas Martialisches und Verwegenes an sich. Es rührt an uralte Instinkte. Wenn man dieses Klangkonzept großen Rock und Pop Hits überstülpt, klingen die bekannten Ohrwürmer sehr archaisch.
Engländer und Schotten hat es schier umgeblasen, als die Red Hot Chilli Pipers vor nicht ganz drei Jahren das Licht der Öffentlichkeit betraten. 2007 nimmt die Band an der TV Talent Show der BBC „When will I be famous?“ teil und gewinnt sie. Die Chillis werden mit Konzertanfragen überschüttet und müssen bis zu dreimal am Tag auftreten.
Das Debütalbum „Bagrock to the masses“ wird mit Platin ausgezeichnet. Kein Geringerer als Phil Collins schreibt für die CD die „Sleevenotes“ (der Popstar ist nämlich selber ein begeisterter Bagpiper). Der schottische Außenminister überreicht auf dem New Yorker Time Square der Band die Platin Auszeichnung, die Band spielt spontan auf, der Verkehr bricht zusammen. Danach marschiert die Band an der Spitze der „Tartan Parade“ die 6th Avenue entlang und wird von Hunderttausenden New Yorkern umjubelt. 2007 werden die Red Hot Chilli Pipers bei den „Scottish Music Awards“ zur besten live Band gekürt. Die ersten Nachahmer Bands formieren sich bereits. 600 Schulkinder haben sich allein in dem Stadtbezirk von Glasgow, aus dem die Chillis kommen, zum Dudelsackunterricht angemeldet.
Von diesem Videomaterial muss man sich einfach überzeugen lassen: