Eindringlicher als jedes brachiale Wuchtgewummer sind die zarten Folkpop-Gespinste der Sophie Zelmani. Scheu, melancholisch und oft nur wie ein sanfter Hauch streicheln ihre Songs lärmüberflutete Gehörgänge und nach Ruhe lechzende Gemüter. Skandinavische Unaufgeregtheit und nordamerikanische Singer/Songwriter-Kultur reichen sich bei der Schwedin die Hand und über allem schwebt eine leise Melancholie.
1994 gingen die Sängerin und Produzent/Gitarrist Lars Halapi eine Zusammenarbeit ein, die man sechzehn Jahre später als eine der dauerhaftesten und ganz gewiss eine der erfolgreichsten in der Popgeschichte des skandinavischen Königreichs bezeichnen kann. Während ihre Alben in ihrer Heimat kontinuierlich Platinstatus erreichen, fand Zelmani über die Jahre auch in zahlreichen anderen Ländern ihr Publikum.
Mit "I'm The Rain" veröffentlichte Sophie Zelmani nun ihr achtes Studioalbum. Es ist abermals das Ergebnis des einzigartigen Zusammenwirkens von Zelmanis zurückhaltender Stimme und Halapis ruhigen Klanglandschaften. "I'm The Rain" ist ein sehr geschlossenes Werk - selbst nach Zelmani'schen Standards. Die Songs fügen sich zu einem kontinuierlich melancholischen Mantra. Es ist Musik, die wie ein verlässlicher Freund ist. Musik, die heilend wirkt.
Die aktuelle Zelmani-Band umfasst den neuen Keyboarder Rickard Nilsson, aber auch die gewohnten Namen Peter Korhonen (Schlagzeug) und Thomas Axelsson (Bass).